Übers Wochenende war ich an der Ostküste. Genauer gesagt in Dunedin. Dunedin ist die Hauptstadt von Otago (sowas wie ein Bundesland, in dem auch Queenstown liegt) und wurde quasi von Schotten gegründet:
“Im Spätherbst 1848 erreichten die ersten 347 schottischen Siedler, [...] Ihr Ziel war die Gründung von New Edinburgh.”
Deswegen auch der Name, der Edinburgh bedeutet (Edinburgh ist die Hauptstadt von Schottland).
“Der Name Dunedin stellt die anglisierte Form des schottisch-gälischen Namens Dùn Èideann für Edinburgh dar und bedeutet Stadt auf dem Hügel.”
Bin am Freitag schon gegen Mittag losgefahren (Meine Chefs haben mir früher freigegeben
). Iris hat mir ein paar Tage vorher die Route noch genauestens erklärt und mir ein paar Geheimtipps gegeben.
An der ersten Abkürzung bin ich trotzdem anstandslos vorbeigerauscht, und mal erst draufgekommen wie ich schon in der nächsten Stadt war (die ich hätte umfahren können). Das Reisen hier ist trotzdem ziemlich angenehm: fast keine Autos auf der Straße, wunderschöne Landschaft und so schlecht sind die Straßen auch nicht
.
Gegen vier war ich dann in St. Bathans (eine Empfehlung von Iris) und hab mir den dortigen See angeschaut, den “Blue Lake”. Ins Pub bin ich dann doch nicht gegangen. Vier ist noch zu früh für ein Bier. Vor allem wenn man noch ein bisschen Auto fährt… Der Ort St Bathans liegt ein bisschen abseits der Landstraße, und so braust man dann gemütlich mit 100 Sachen ne halbe Stunde über die “Gravel Road” (quasi Schotterstraße) hin, und dann wieder zurück. Im Rückspiegel kann man dabei seine schöne Staubwolke beobachten.
Am Abend war ich dann in Dunedin. Gleich am Anfang der erste Kulturschock: in Dunedin gibt es Ampeln UND ne Autobahn (die ist zugegebenermaßen nicht sehr lang und zweispurig, aber sie ist vorhanden!). Nach längerer Zeit im eher provinzialischen (oder sollte ich sagen: fortschrittlichen) Queenstown glaubt man es gibt überall nur Kreisverkehre…
Nach dem ich den Schock überwunden hatte, quartierte ich mich im Backpacker gleich in der sog. “Innenstadt” (die Innenstadt ist das “Octagon” – zwei Straßenringe um einen Platz, und es ist alles wichtige hier zu finden) ein, mit dem treffenden Namen: “Central Backpacker”. Gesehen hab ich von dem Backpacker aber nicht wirklich viel…
Am nächsten Tag startete ich frisch und munter (nach ca. vier Stunden Schlaf) los. Es ging auf die “Otago Peninsula”, eine gleich an die Stadt anschließende Halbinsel, die voller Natur ist
– Albatrosse, Schafe, Robben, Schafe, Seelöwen, Schafe, Pinguine und etliches mehr machen sich hier den Platz streitig.
Bin viel der Halbinsel mit dem Auto abgefahren und auch zu zwei Stränden gewandert. Beim einen ganze 5 Minuten, aber beim anderen immerhin ne Dreiviertelstunde. Vorbei an den sog. “Pyramids” – zwei Pyramidenähnliche Berge. Die meisten Tracks waren leider “Closed for lambing” (Geschlossen weil die Schafe Kinder bekommen haben) so auch der empfohlene. Genossen hab ich es trotzdem. Den Wind der übers mehr weht. Und die Sonne. Und Barfuß im Sand.
Eine Pinguin-Tour hab ich auch noch gemacht (nachdem die Albatrosse erst ca. Ende Oktober und die Seelöwen Mitte November an Land kommen…). In einer Kolonie der seltenen gelbäugigen Pinguine. Man fühlte sich wie unter Teenagern wenn die Pflegerin einen über die verschiedenen Beziehungen aufklärte (die Pinguine ham hier sogar Namen!). Verflucht hab ich hier meine Kamera, dass sie nur über einen mickrigen 3x Zoom verfügt, der kaum merklich näher ist, während neben mir die Pflegerin mit ihrer neuen 20x Zoom Kamera hantierte! Nächste Anschaffung: eine Kamera
Am Samstag ging ich (wie auch am Freitag) noch fort und machte mich am Sonntag morgen auf einen empfohlenen Track zu gehen. Nur um dann dort zu sehen, dass er “Closed for lambing” war.
Begeistert fuhr ich zurück in die Stadt und brachte ein bisschen Sightseeing hinter mich. Der Bahnhof ist sehr schön. Und für Laura und Johanna hab ich noch die Cadbury World fotografiert
Da Dunedin auch die steilste Straße der Welt beherberg, muss man sich die natürlich auch anschauen. Die ist wirklich ziemlich steil! Gottseidank gibt es oben angekommen auch einen Trinkbrunnen.
Gleich mal danach fuhr ich wieder zurück nach Hause – diesmal ohne den Abstecher nach St Bathans, und sogar die Abkürzung hab ich gefunden! (witzige Ortsnamen haben die Kiwis generell, Highlights auf der Strecke: “Becks” und “Lauder”)
- Gravel Road
- Still Stunning
- The blue lake
- Staub im Rückspiegel
- sonnenstrahlen
- Otago Peninsula
- Victory Beach
- Cliffs (not Moher)
- The pyramids
- Lamb
- On Victory Beach
- Cliffs mit Leuchtturm
- Twins
- Yellow-crested Penguin
- Robbenfels
- Dunedin Train Station
- Cadbury World
- ohne Kommentar
- The illusion
- Steep Fence
- Becks
Jetzt bin ich wieder froh in Queenstown zu sein, wo es nur Kreisverkehre gibt





















hallo Reisender,
schön zu sehen, dass du nicht nur an einem Ort feststeckst sondern über die Wocheneneden immer was schönes unternimmst.
Und ein richtiges Landei bist du auch schon *g* – in Neuseeland gibts echt kaum so was wie eine Autobahn – aber in Auckland – da gibts bei den Stadteinfahrten richtig viele AutobahnSpuren auf denen aber irgendwie immer Stau ist und die Stadt selbst ist eigentlich auch so die einzige richtig große Stadt mit Stadtflair – alles andere in NZ ist immer noch süß und klein und es ist himmlisch diese leeren Landstraßen entlang zu fahren und weit und breit keine Häuser zu sehen – das Land ist echt der Hammer.
Jaja die Cadbury-Chocolate-World – da waren di Jo und ich auch drinnen bei einer Führung. Auch wenn für uns beide die Schoki zu süß ist – also find Cadbury keine so gute Schokolade eigentlich. Und dannach mussten wir die Schokolade natürlich auch abtrainieren auf der “steepest road”- die ist echt steil. Wir haben da unser Auto unten gelassen wogegen andere Typen ständig versucht haben ihr Auto da hoch zu bekommen – so mit Anlauf und so – hat aber ned geklappt.. hihi
noch eine Schöne weitere Zeit
bussal laus
Von: laus am 24. September 2009
um 20:50
anschinend ham sie bei euch die zeit umgestellt und bei uns noch nicht. drum ham wir uns irgendwie im skype nicht getroffen oder was hast leicht heut abend (sonntag) gmacht? Ich hoff wir hörn und sehn uns bald mal wieder
Von: pauli am 28. September 2009
um 03:06
Hab mein Auto auch untengelassen – bin nur raufgegangen.
Und in der Cadbury World war ich nicht drin – nurn Foto gemacht für euch
Whittakers Dark Ghana schmeckt viel besser
Von: victimblood am 1. Oktober 2009
um 19:05